Motorola Flipout

26. August 2010
Motorola Flipout

Motorola Flipout

Das Motorola Flipout besticht besonders durch seine Optik. Normalerweise werden Smartphones eher im Hochformat gebaut, nicht so hier. Das Motorola Flipout besitzt eine quadratische Form mit abgerundeten Ecken. Als weiteres Highlight kann man mittels eines Drehmechanismus eine QWERTZ-Tastatur freilegen. Mit seinen Abmessungen von 67 x 67 x 16 Millimetern bei 110 Gramm ist es überaus handlich gelungen und sollte problemlos in jede Hosentasche passen. Der Preis von etwas über 260 Euro im Online-Preisvergleich ist jedoch eine stolze Summe.

Display offenbart Schwächen

Auch wenn die äußere Form schön anzuschauen ist, sorgen vor allem die abgerundeten Ecken für eine Verschwendung des ohnehin begrenzten Platzes. Deshalb besitzt das Motorola Flipout nur ein 2,8 Zoll Display mit einer Größe von 57 x 43 Millimetern. Leider kann das Touchscreen-Display aufgrund seiner Kontrastschwäche und niedrigen Auflösung von 320 x 240 Pixeln nicht wirklich überzeugen. Die kompakten Abmessungen des Motorola Flipout sorgen besonders dafür, dass man beim Surfen im Internet häufig am Zoomen ist. Damit dies nicht zu einer Geduldsprobe wird, wurde dem Motorola Flipout die Fähigkeit zum Zoomen via Multitouch (Zwei-Finger-Spreizung) spendiert. Dass der Ausflug ins Internet nicht ganz so viel Spaß macht wie bei größeren Handymodellen, sollte einem beim Kauf eines kleiner dimensionierten Handys bewusst sein, dafür hat man jedoch auch keinen riesen Klotz mit sich herum zu schleppen.

Motorola Flipout

Motorola Flipout

Um an die Tastatur des Motorola Flipout zu gelangen, muss man einfach das Display um 90 Grad nach links drehen. Dann kommt eine mechanische Volltastatur zum Vorschein, die angenehm groß und mit gutem Druckpunkt gelungen ist. Somit steht einer langen SMS oder Email nichts im Wege.  Dank der quadratischen Form konnte sogar eine Zahlenreihe hinzugefügt werden, was man bei den meisten Konkurrenzmodellen verzweifelt suchen wird.

Die Navigation kann entweder über einen Vier-Wege-Pad unten links auf der Tastatur oder über den Tochscreen vorgenommen werden. In der Regel wird die richtige Platzierung des Cursors über den Touchscreen die deutlich schnellere Alternative sein.

Betriebssystem Android 2.1 mit Mängeln in der Anpassung

Schön ist es, dass man dem Motorola Flipout das Android 2.1 Betriebssystem spendiert hat. Die bis vor Kurzem noch aktuellste Variante zeichnet sich neben der Integration wichtiger Google-Features wie Youtube, Maps , Mail in Verbindung mit einem guten Webbrowser besonders durch die Zugriffsmöglichkeit auf den Android Market aus. Dieser besitzt über 100.000 Apps, wodurch die Handyausstattung seinen individuellen Wünschen entsprechend erweitert werden kann.

Als Oberfläche wird das User-Interface Motoblur eingesetzt. Mit Motoblur stehen dem Nutzer zahlreiche Zusatzdienste zur Verfügung wie beispielsweise das Photo-Sharing über seinem Account bei MySpace, Facebook. Dank Motoblur kann man auch auf einen Ortungsdienst zurückgreifen. Dieser ermöglicht es auf einer dazugehörigen Webpage den Standort seines Handys zu lokalisieren und gegebenenfalls bei Verlust oder Diebstahl per Mausklick alle auf dem Handy befindlichen Daten zu löschen. Um den möglichen Datenverlust zu verringern, kann man auf einem entsprechenden Google-Konto seine Kontaktdaten von Facebook, Twitter usw. abspeichern. Eine besonders interessante Funktion ist die der Überwachung des Datentransfers. Diese ist vor allem dann nützlich, wenn man keine Datenflatrate besitzt und seine Traffic-Beschränkung nicht überschreiten will.

Motorola Flipout geöffnet

Motorola Flipout geöffnet

Schwächen zeigen sich jedoch in der Anpassung der Widgets für das kleine Display. Diese kommen einem etwas zu eng aneinandergereiht vor und sind deshalb leider nicht klar erkennbar. In der speziellen Anpassung auf das Betriebssystem hätte man sich diesbezüglich etwas mehr Detailliertheit erhofft, zumal es bei anderen Herstellern wie Samsung und dem Xperia X10 mini pro deutlich besser gelungen ist.

Leistungsschwache Kamera

Das Motorola Flipout kann mit einer 3-Megapixel-Kamera aufwarten, was jedoch im Vergleich zu anderen Handys ähnlicher Größe nicht gerade berauschend ist. Wegen der außergewöhnlichen Form des Motorola Flipout könnte man die Größe der Oberfläche der jeweiligen Handyfronten als Vergleichsmaßstab heranziehen. Mit einer Fläche von 4489 mm² hat das Motorola Flipout nur eine 3-Megapixel-Kamera zu bieten, wohingegen sowohl das Sony Ericsson Xperia X10 mini mit 4150 mm², als auch das LG GD880 Mini mit 4896 mm² eine 5-Megapixel-Kamera besitzen. Hinzu kommt noch, dass die Kamera des Motorola Flipout weder einen Autofokus noch ein LED-Licht besitzt. Zwar kann man die Bilder später durch Zuschneiden, Drehen, Texteinfügen und so weiter bearbeiten, jedoch sind die individuellen Einstellmöglichkeiten nur sehr begrenzt. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass man dank des verbauten GPS-Sensors Geo-Tagging nutzen kann. Die Kamera ist ferner zur Aufnahme von Videos mit maximal 352 x 288 Bildpunkten geeignet.

Mediaplayer

Der Media-Player bietet diverse Funktionen aus TuneWiki, so werden beispielsweise Cover-Bilder automatische aus dem Netz gezogen. Des Weiteren kann man via Fingertipp den Liedtext sichtbar machen und somit nach Herzenslust mitsingen. Als Kopfhörer lassen sich alle gängigen Modelle mit einem 3,5mm-Klinkenanschluss verwenden, zusätzlich kann man auch auf ein Stereo-Bluetooth-Headset zurückgreifen.

Datenübertragung beim Motorola Flipout

Zur Datenübertragung steht außer Bluetooth 2.1 auch USB 2.0 zur Verfügung. Der Zugriff auf das mobile Internet kann über UMTS samt HSDPA aufgebaut werden. Als Web-Browser kommt hier der Android HTML Webkit mit Flash Lite zum Einsatz. Erfreulicherweise ist das Motorola Flipout W-LAN fähig, womit kostenlosem Surfen im Internet nichts im Wege steht. Der verbaute GPS-Sensor macht es nicht nur möglich, das zuvor erwähnte Geo-Tagging zu nutzen, sondern gestattet auch die Verwendung des Motorola Flipout als Navigationsgerät.

Für das Speichern von Daten steht ab Werk eine 2 Gigabyte große MicroSD-Karte bereit, die bei Bedarf auf bis zu 32-Gigabyte erweiterbar ist.

Das Motorola Flipout wird mit einem 1170 mAh Lithium-Ionen-Akku ausgeliefert, der für eine maximale Stand-by-Zeit von 470 Stunden, beziehungsweise für eine Gesprächszeit von bis zu 300 Minuten gut ist.

Motorola Flipout Farbvarianten

Motorola Flipout Farbvarianten


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