EXPRESSmobil Prepaid: Günstig ins Festnetz – aber teuer im Service

18. März 2010
EXPRESSmobil

EXPRESSmobil

EXPRESSmobil Prepaid ist meiner Meinung nach ein günstiger Prepaid-Tarif für Leute, die hauptsächlich ins deutsche Festnetz telefonieren. Der Discount-Tarif wird von der Dumont Verlagsgruppe angeboten, genauer gesagt stammt der Name vom „Kölner Express“. So kosten Inlandstelefonate ins Festnetz bei EXPRESSmobil nur 5 ct/Minute. Telefonate in Mobilfunknetze sowie SMS sind mit 10ct durchaus im Rahmen. Achtung: Teuer wird es bei Auslandsgesprächen! Diese kosten pauschal 99 ct/Minute, pro SMS werden 29 ct veranschlagt.

Wie bei den meisten Prepaid Anbietern findet der 60/60 Takt Verwendung, d.h. jede angefangene Minute wird voll berechnet. Datenverbindungen werden im 100 kb Takt abgerechnet und kosten 24 ct pro/MB. Wem das nicht genügt, der kann für 9,99 Euro/Monat ein Volumenpaket mit 1 GB buchen. EDGE soll ja laut E-Plus mittlerweile zu 90% in Deutschland verfügbar sein. Schade ist, dass schnelle Internetverbindungen wie UMTS oder HSDPA im E-Netz bisher nur in einigen größeren Städten verfügbar sind. Hat man also vor, mit dem Handy auch mobil zu surfen, empfiehlt sich wohl eher das D-Netz. Durch die hohen Kosten pro MB dann vielleicht auch eher eine Daten-Flatrate.

EXPRESSmobil Festnetz Flatrate

Optional ist eine Festnetz-Flatrate für 12,99 Euro hinzubuchbar. Sie beinhaltet unbegrenzte Gespräche ins deutsche Festnetz sowie zu EXPRESSmobil-Anschlüssen. Damit sich das rechnet sollte man aber schon mehr als 260 Minuten im Monat telefonieren. Wer bereit ist 7 Euro draufzuschlagen bekommt, sofern er im Einzugsgebiet von Köln lebt, sogar noch ein Monats-Abo des Kölner Express.

Teurer Service

Teurer Service bei Expressmobil

Teurer Service bei Expressmobil

Ihren Gewinn holen die EXPRESSmobil-Betreiber aus den Servicegebühren. So kostet die Portierung der alten Mobilfunknummer zu EXPRESSmobil eingehend 10 Euro. Beendet man den Prepaid-Vertrag, kostet die Rufnummernmitnahme sogar 25 Euro. Bei Verlust der SIM-Karte werden für eine Ersatzkarte 10 Euro veranschlagt. Die Prepaid-Karte kann entweder bar bei teilnehmenden Händlern oder per Lastschrift aufgeladen werden. Hierfür müssen aber je Aufladung teure 5 Euro investiert werden! Teuer sind auch Einzelverbindungsnachweise, sofern sie gewünscht sind. Je Anforderung kosten sie stolze 10 Euro. Wucher! Die Karte ist, sofern zuvor nicht Guthaben hinzu gebucht wird, 6 Monate gültig. Das Starterpaket von EXPRESSmobil im E-Plus-Netz ist für einmalig 7,99 Euro erhältlich und beinhaltet 5 Euro Startguthaben.

Fazit

Wer einen Anbieter sucht, mit dem er kostengünstig ins Festnetz telefonieren kann, ist hier richtig. Wer hingegen auch Services wie Einzelverbindungsnachweise wünscht, wird kräftig zur Kasse gebeten. Unter diesen Umständen muss man sich einfach fragen, ob der EXPRESSmobil Tarif die richtige Wahl ist. Den Tarif von EXPRESSmobil haben wir auch in unserem Prepaid Tarife Vergleich aufgenommen.

Richtigstellung der EXPRESSmobil-Kosten

Wir haben eine freundliche Mail (wirklich freundlich) von den Marketing-Jungs von EXPRESSmobil bekommen. Die waren leider nicht begeistert von diesem Post. Und tatsächlich sind ein paar Kosten in Wirklichkeit nicht so, wie ich sie beschrieben habe. Allerdings habe ich als Quelle deren Preisliste benutzt – und da wundere ich mich ein wenig, warum dort Kosten aufgeführt sind, die dann nicht erhoben werden.

Zum Beispiel die Gebühr für die eingehende Portierung. Laut EXPRESSmobil ist diese Gebühr in der Preisliste zwar aufgelistet, wurde jedoch noch nie erhoben. Gebühren für die ausgehende Portierung werden auch von anderen Anbietern berechnet und liegen üblicherweise im Bereich zwischen 20-30 Euro. Finde ich teuer, aber tatsächlich nicht nur bei EXPRESSmobil. Aufladungen per Lastschrift sind laut EXPRESSmobil auch kostenlos. Die in der Preisliste aufgeführte Gebühr von 5 Euro für die telefonisch beauftragte Aufbuchung wurde laut Anbieter noch nie erhoben.  Einzelverbindungsnachweise, die auf Anfrage per Post zugesandt werden, kosten je Anforderung 10 Euro. Online können diese jedoch unter „mein EXPRESS“ kostenlos eingesehen werden.

So, ich hoffe, dass wir hier alles richtig gestellt haben. Trotzdem finde ich es seltsam, Preise aufzulisten, die man dann nicht bezahlen muss. Vielleicht eine neue Geschäftsidee?

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Eine Antwort zu “EXPRESSmobil Prepaid: Günstig ins Festnetz – aber teuer im Service”

  1. Nico Keller sagt:

    hi, ich habe letztens herausgefunden, dass ich meinen Express mobil Tarif auch mit ATU talk aufladevouchern aufladen kann. ATU Talk und Express Mobil sind beides Angebote von der GTCom GmbH und siehe da es hat geklappt;-) als das funktionierte habe ich auch mal einen Globus mobil (auch GTCom) Aufladevoucher im Globus Supermarkt in Köln gekauf…ausprobiert und wieder geklappt! Also falls jemand so wie ich auch mal probleme haben sollte einen aufladevoucher für express zu kaufen weil gerade keine westlotto filiale in der nähe ist wisst ihr ja jetzt was ihr machen könnt;-) der tip ist übrigens kostenfrei LOL

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