
Handy HTC HD2
Dies ist der Erste von drei Teilen des HTC HD2 Handy/Smartfone-Tests. Dieser Bericht wurde ursprünglich von Russel Jefferies auf Mobileburn.com veröffentlicht. Danke an dieser Stelle an Michael von Mobileburn, dass wir ihn übersetzen und hier veröffentlichen durften!
2008 hat HTC das Touch HD auf den Markt gebracht, ein Windows-Mobile Handy im Tablet-Stil mit einem großen 3,8-Zoll Touchscreen-Display. Doch damit nicht genug hat HTC die Messlatte mit dem HTC HD2, dem Nachfolger des Touch HD ein weiteres Mal angehoben. Dieses neue Smartphone mit Windows Mobile 6.5 bietet einen noch größeren 4,3-Zoll-Touchscreen – der erste kapazitive Touchscreen auf einem Windows-Mobile-Gerät überhaupt – und den bisher schnellsten erhältlichen Handyprozessor, den 1GHz Snapdragon. Wie üblich hat HTC das HD2 mit so ziemlich allen denkbaren Funktionen versehen (die integrierte Eismaschine fehlt leider noch) und es dadurch zu einem sehr nützlichen digitalen Gefährten gemacht.
Das HTC HD2 ist demnächst z. B. auch bei T-Mobile erhältlich und dann dort auch ohne Vertrag. Man kann es also auch mit einer Prepaid-Karte betreiben. Deshalb haben wir diesen Testbericht hier bei Prepaid-Information.de mit aufgenommen. Aktuell kann man es sich bei T-Mobile schon “vormerken”. Hier ist der Link zum Handy im T-Mobile-Shop.
Die Technik des HTC HD2
Wie Sie sich denken können ist das HD2 mit seinem 4,3-Zoll-Bildschirm ein sehr großes Handy, das kaum als Kompaktgerät durchgehen kann, auch wenn HTC ganze Arbeit dabei geleistet hat, das Handy nicht größer als den Bildschirm werden zu lassen. So kann man das Handy trotz des großen Displays noch in einer Hosentasche unterbringen, wenn auch nur unter Einschränkungen. Die tatsächlichen Abmessungen machen das HD2 mit 67×120,5×11mm zu einem recht breiten und langem Gerät, wobei es bemerkenswert flach ist. Aus diesem Grund fühlt sich das Handy auch nicht unbequem in der Hosentasche an, obwohl auf Grund des hohen Gewichtes von 157g vielleicht ein Gürtel an der Hose nötig wird.
Auf den ersten Blick zieht das 4,3-Zoll-Display die Aufmerksamkeit auf sich, das die gesamte Vorderseite des Gerätes dominiert. Der Bildschirm ist hell, die Farben knackig und die WVGA-Auflösung von 480×800 Pixeln ergibt mehr als die doppelte Pixelzahl des iPhone oder vergleichbarer Android-Handys. Text lässt sich auch bei Gegenlicht noch ganz gut lesen und der kapazitive Touchscreen lässt sich meist sehr gut bedienen. Durch die Verwendung des kapazitiven Displays ist es auch das erste Windows Mobile-Handy, das Multitouch mit allen Gesten und Bedienungsmöglichkeiten unterstützt.
Das Touchscreen-Display
Über dem großen Bildschirm hat HTC es geschafft, auch noch einen Hörer, einen Licht- und einen Näherungssensor und eine StatusLED zur Anzeige von Anrufen, Kurzmitteilungen und geringer Akkuladung zu integrieren. Die 5 Knöpfe des HD2 befinden sich alle unter dem Display. Diese Knöpfe bieten die Funktionen zum Abheben und Auflegen, das Windows-Menü, Zurück und zum Home-Bildschirm. Diese Knöpfe reagieren auf die Bedienung mit einem spürbaren Klick und haben eine coole weiße Hintergrundbeleuchtung. Das einzige weitere externe Bedienelement ist die Lautstärkenwippe an der linken Seite des Geräts. Die rechte und obere Seite des Geräts ist komplett geschlossen und die Unterseite enthält den micro-USB-Anschluss zum Aufladen und für Datenaustausch sowie eine Kopfhörerbuchse mit kleinem 3,5mm Klinkenanschluss.
Die Rückseite des HD2 ist, in dunkles (grau-schwarzes) Plastik gehüllt, abgesehen von der Abdeckung des Batteriefaches, welche aus gebürstetem Metall besteht. Direkt über dem Batteriefach ist die Linse der 5-Megapixel-Kamera mit integriertem Autofokus eingebettet, welche etwas aus dem Gehäuse herausragt. Daher liegt das Handy auch auf der Linse, wenn es „normal“ auf der Rückseite auf einer geraden Oberfläche ruht und die Linse ist so nur schwer kratzerfrei zu halten. Direkt rechts neben der Linse ist der LED-Dualblitz der Kamera und links daneben befindet sich der Lautsprecher.
Das HTC HD2 ist jedoch ein einfach zu bedienendes und nettes Gerät, auch wenn es für viele Nutzer vielleicht schon wieder zu groß ist.
Unserem Tester gefiel das Handy sehr gut und er vertrat die Ansicht, dass das große Display für die unhandliche Baugröße mehr als entschädigt.
Funktionen des Handys
Bei der Fülle an Funktionen des HTC HD2 könnte man fast vergessen, dass man mit dem Handy auch noch telefonieren kann. Die Sprachqualität beim HD2 ist für beide Verbindungsteilnehmer durchwegs gut, die Lautstärke an Hörer und Lautsprecher lässt nichts zu wünschen übrig, auch wenn bei voller Lautstärke leichte Verzerrungen auftreten. In den Tests war kein Rauschen oder Echo feststellbar. Der Empfang war ebenfalls recht gut, auch wenn er nicht zu den besten gehörte. Unglücklicherweise verwarf das Handy einige unserer Testanrufe, wobei es den Anschein erweckte, dass dieses Manko wohl auf einem Softwarefehler einer noch nicht ausgereiften Software beruhte statt auf einem Fehler in der Signalübertragung.
Das HD2 hat einen 120mAh-Lithium-Ionen-Akku, der in unseren Tests ca. 1-2 Tage unter Benutzung gehalten hat. Bei der Nutzung wurden 3 Email-Adressen periodisch auf Mails geprüft, viele Anzeigen der HTC Sense-Oberfläche aktuell gehalten, ca. 15 Kurzmitteilungen gesendet, einige kurze Anrufe getätigt, etwas im Web gesurft, Musikwiedergabe und Kamera getestet. Mit dieser Nutzung musste der Akku bereits nach einem Tag wieder geladen werden, bei geringerer Nutzung ist auch eine Nutzungsdauer von 2 Tagen ohne Weiteres möglich. Erfahrungsgemäß kann man jedoch bei den meisten Nutzern von einem täglichen Ladezyklus ausgehen.
Die Einbindung von Kontaktinformationen ist beim HD2 so gut gelungen wie bei jedem anderen HTC-Handy. Berge an Informationen können eingegeben und verarbeitet werden, so auch mehrfache Telefonnummern, Emailadressen, Kontaktbilder, Kontaktspezifische Klingeltöne, Geburtstage, Jahrestage, Anschriften und vieles mehr – Das HTC kann sie alle. Selbst eine Verknüpfung auf die Facebook-Konten der Kontakte ist möglich, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Und natürlich funktioniert der Abgleich der Kontaktbuch- und Kalendereinträge auch mit Microsoft Exchange ohne Probleme.
Eine nette Fähigkeit der Kontaktumgebung ist die Anzeige aller Kurzmitteilungen, Emails, Anrufe und Facebook-Aktualisierungen für jeden Kontakt, direkt aus dem Adressbuch heraus. Alles was dazu nötig ist, ist ein simpler Fingerwisch über die Menüleiste am unteren Rand des Bildschirmes, um zwischen den vielen Informationsseiten zu wechseln.
Die Profilunterstützung war seit jeher bei Windows Mobile-Geräten eine Schwäche, das HD2 bildet hier keine Ausnahme. Im Test gab es jedoch keine Probleme mit den Voreinstellungen „Normal“, „Still“ oder „Vibrieren“, welche über die Lautstärkewippe an der linken Seite aktiviert werden können. Über diese Wippe lassen sich auch die System- und die Klingeltonlautstärke schnell und einfach anpassen. Weiterhin gibt es keine passenden Klingeltonprofile, aber über die Einstellungen zu Klingelton, Vibration, Ruftonlautstärke und Benachrichtigungstönen kann man eine brauchbare Kombination auch schnell selbst erstellen. Über das Profil „Automatisch“ wird das Handy während laufender Kalendertermine automatisch auf Vibrationsalarm umgestellt.
Besonders interessante Zusatzfeatures des HD2
Darüber kann das Handy auch einige Kunststücke, die von unserem Tester bei bisher noch keinem anderen Handy gefunden wurden. Eine dieser Kunststückchen heißt „Stilles Klingeln beim Abheben“. Dabei wird die Lautstärke des Klingeltones heruntergeregelt, sobald das Handy während des Klingelns aufgehoben wird – wahrscheinlich zur Freude und Beruhigung aller Anwesenden. Ein weiterer Modus ist der „Taschenmodus“, der automatisch zu erkennen versucht, ob das Handy in einer Tasche steckt und dann dementsprechend die Lautstärke nach oben regelt – auch sehr nützlich.
Lesen Sie auch den Zweiten Teil des HTC HD2 Tests, der sich unter anderem mit der Kamera des Handys beschäftigt!
Tags: Handy Test, HTC HD2, HTC HD2 Test, Smartphone











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