Testbericht Sony Ericsson W595 Walkmanhandy

12. Februar 2010
Sony Ericsson W595 schräg

Sony Ericsson W595 schräg

Das Walkmanhandy W595 von Sony Ericsson ist das zentrale Objekt dieses Tests. Es ist ein voll UMTS-fähiges Handy, das den Nutzer mit einigen Funktionen überraschen kann.

Im Rahmen unserer Tests günstiger Prepaidhandys haben wir die Fähigkeiten des W595 genau unter die Lupe genommen. Dabei gehen wir sowohl auf die Gesprächsqualität des Handys ein, als auch auf dessen Musik-Funktionen, das Display und die Kamera-Funktionen. Ob das Sony Ericsson W595 ein brauchbares Multimedia-Handy ist, können Sie hier lesen.

Hardware des Prepaid-Handys

Zuerst ein kleiner Blick auf unser Sony Ericsson W595 Testvideo. Wir zeigen im Video, was alles im Lieferumfang dabei ist, wie man es in Betrieb nimmt und wie es zu bedienen ist. Außerdem zeigen wir im Video die Hardwareausstattung, wie Kamera oder Tastatur. Auch auf die installierte Software und das Betriebssystem gehen wir ein und auf Vieles mehr:

Wir wollen zu Beginn die technischen Spezifikationen des Mobiltelefones nennen, welches wir danach auf Herz und Nieren prüfen. So hat das Handy einen Akku mit 950 mAh, der laut Hersteller bis zu 9 Stunden Gesprächszeit und bis zu 16 Tagen Standby bietet. Im Test konnte bei geringer Nutzung eine Laufzeit von ca 1 Woche erreicht werden. Bei intensiver Nutzung war nur eine Nutzungsdauer von ca. 2,5 Tagen erreichbar, bevor wir wieder ans Stromnetz mussten.

Die Maße des W595 sind 47×100×14mm und bei einem Gewicht von 104g lässt es sich auch bequem tragen. Das Handy ist ausgerüstet mit einer 3,2 Megapixel-Kamera für Bilder und Filmaufnahmen, ohne optischen Zoom.

Funktechnisch kann es alle gängigen Standards. Von GSM mit EDGE über UMTS mit HSDPA und Bluetooth funkt das Quadband-Telefon ohne Probleme und auch ein UKW-Radio ist bei Anschluss des Kopfhörerkabels als Antenne integriert.

Gesprächsqualität

Die Telefonfunktion bietet eine durchgehend gute Gesprächsqualität, sowohl an Lautsprecher, Ohrhörer und Headset, als auch am Mikrofon. Der Hörer ist in der Standardeinstellung etwas leise, kann aber auch noch etwas verstärkt werden. Der Lautsprecher klingt wie für die geringe Größe üblich leicht blechern, kann aber dafür mehr Lautstärke erzeugen. Der Netzempfang ist eher durchschnittlich, bei schlechtem Empfang tritt ein merkbarer Verlust an Sprachqualität und Verständlichkeit ein, da statt Rauschen nur Stille übertragen wird. Das Telefon liegt jedoch gut in der Hand und auch das Mikrofon im Headset liefert annehmbare Ergebnisse.

Musik auf dem Handy hören

In diesem Headsetkabel ist neben dem Mikrofon eine zweite Kopfhörerbuchse integriert. So kann die Musik zu zweit genossen werden. Beim Thema Musik sind wir auch gleich beim Namen des Mobiltelefones: Walkmanhandy. Der Zugang zur Musikfunktion ist über das Standardmenü, über die Medientaste, oder direkt über den Walkmanknopf auf der rechten Seite des Handygehäuses erreichbar. Das Handy kann Mp3 und AAC-Formate reibungslos abspielen und bietet neben der 2ten Kopfhörerbuchse auch die genannten kräftigen internen Lausprecher, die mit der Lautstärke, aber auch klanglich viele größere Geräte weit in den Schatten stellen können.

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Diese Lautsprecher sind in der Ober- bzw. Unterseite des Geräts hinter einer vergitterten Öffnung im Gehäuse verbaut. Das interne Mikrofon ist nur im aufgeklapptem Zustand sichtbar und befindet sich auf der rechten Seite des Tastenblocks auf der Höhe zwischen der „5“ und der „9“. Auf der rechten Seite des Gehäuses ist neben dem Knopf für den Direktzugang zu den Walkmanfunktionen auch die leicht zu bedienende Lautstärkenwippe angebracht. Links finden wir nur die Anschlussbuchse für die Lade-, Verbindungs- und Headsetkabel.

Sony Ericsson W595 von rechts

Sony Ericsson W595 von rechts

Sony Ericsson W595 von rechts

Sony Ericsson W595 von rechts

Sony Ericsson W595 von links

Sony Ericsson W595 von links

Das Display

Display des Sony Ericsson W595

Display des Sony Ericsson W595

Das Display bietet eine Auflösung von 320×240 Pixeln (QVGA) und eine gute Helligkeit, so dass auch bei Sonne noch der aktuelle Song oder der Anrufer abgelesen werden kann.

An der Rückseite findet man neben der Abdeckung für das Batterie- und Kartenfach noch die Linse der eingebauten Kamera. Außerdem sind die LED-Blitzvorrichtung und eine Aussparung zur Befestigung einer Schlaufe am anderen Ende des Telefons neben dem kleinen herausstehenden Markenzeichen des Herstellers zu finden.

Unter der Abdeckung auf der Rückseite findet man weiterhin auch noch ein Fach für Memory Stick Micro- bzw. M2-Speicherkarten. Bei Auslieferung ist hier bereits eine 2GB-Karte installiert, es können hier jedoch M2-Karten bis 8 GB verwendet werden. Diese Karte ist wichtig, da das Handy selbst nur einen internen Speicher von 40 MB bietet.

Im Handel ist das W595 in den Farben Weiß, Grau, Pink, Blau, Gold, 2 Variationen Schwarz und 2 Sondereditionen erhältlich. Zu haben ist das Prepaid-Handy ab ca. 116,-Euro für die Standardeditionen oder für ca. 170,-Euro oder 180,-Euro für die Sondereditionen. Unser Handy wurde mit einem Simlock von T-Mobile ausgeliefert.

Rückseite des W595

Rückseite des W595

Sony Ericsson W595 von hinten

Sony Ericsson W595 von hinten

Inbetriebnahme des Handys

Bei der Erstinstallation werden noch einige Parameter eingestellt und fertig installiert. Ein Assistent leitet durch die Einrichtung und erklärt kurz die Funktion der beiden Hauptsteuerungstasten.

Das Sony Ericsson W595 im Test

Kamera

Wie bereits erwähnt ist bei der Kamera kein optischer Zoom möglich, die Bilder können jedoch einfach und intuitiv erstellt werden. Ein LED-Blitz ist auf der Rückseite des Handys integriert. Unter Optionen gibt es zahlreiche Einstellungsmodi wie Bildgröße, Nachtmodus, Selbstauslöser, Weißabgleich, Effekte und weitere Einstellungen. Die Bilder haben eine maximale Auflösung von 2048×1536 Pixeln, also knapp 3,2 Megapixeln.

Auch Videos sind nicht zoombar und bei der Aufnahme der Videos fällt auf, das bei der Aufnahme selbst auf dem Display ein merklich besseres Bild angezeigt wird, als bei der späteren Wiedergabe der Aufnahmen. Das lässt auf eine hohe Komprimierungsrate schließen, was aber dem Speicherplatz des Handys zugute kommt. Dafür sind die aufgenommenen Filme aber stark verpixelt und haben eine hohe Bewegungsunschärfe. Bei der Filmaufnahme sind wie bei der Fotoaufnahme viele Optionen möglich, von der vorgesehenen maximalen Videolänge über den Nachtmodus, Mikrofoneinstellungen, Weißabgleich und Effekte bis zu Einstellungen der Auflösung. Diese ist normalerweise 640×480 Pixel groß. Bei Film und Foto ist die nachträglich Bearbeitung mit rudimentären Effekten und Bildzusätzen möglich, die jedoch auf dem kleinen Handyprozessor einige Zeit rechnen.

Musik

Wie unter dem Punkt Hardware bereits angemerkt hat das Sony Ericsson W595 Handy ausgezeichnete, starke interne Lausprecher und sowohl auf diesen als auch auf den Kopfhörern eine gute Musikqualität. Die Musikfunktion lässt sich von jeder Bedienebene des Handys aus bequem erreichen über die 3 Zugangswege Handymenü, Medienmenü oder die seitliche Walkmantaste.

Auch die Möglichkeit der Verwendung eines zweiten Kopfhörers am Headset ist sehr zu begrüßen, so ist es möglich, auch zu zweit an dem Telefon Musik zu hören oder zu telefonieren. Die Lautstärkewippe ist sowohl mit der rechten, als auch mit der linken Hand einfach zu erreichen und zu bedienen, also auch für Linkshänder geeignet. Zur Erweiterung der Musikbibliothek hat das Handy auch einen Zugang zu einer Musikplattform im Internet, die das Downloaden von Liedern und Klingeltönen ermöglicht. Die Funktion und der Nutzen werden in einem kleinen lustigen Video auf dem Handy erklärt.

Weiterhin erkennt das Handy Hörbücher und Podcasts und stell diese getrennt von der regulären Musik als solche dar. Alle akustischen Daten können nach zahlreichen Parametern sortiert präsentiert und wiedergegeben werden.

Software des Sony Ericsson W595 Walkman Handy

Die Software des Prepaid Handys bietet alles, was ein durchschnittliches Handy zur Zeit auch bietet. Im Standardmenü findet man:

  • einen Zugang zur Online-Jukebox, also dem Musikhandel,
  • einen Internetzugang, über den man auch TV aus dem Internet in guter Qualität empfangen kann,
  • Unterhaltungsanwendungen,
  • die Kamera- und die Walkmanfunktion,
  • eine Nachrichtenapplikation,
  • den Zugang zum Medienmenü,
  • die Kontaktsammlung,
  • ein Einstellungsmenü,
  • einen Kalender,
  • die Anruflisten
  • und die Radiofunktion.

Bei den Unterhaltungsanwendungen, auch über das Medienmenü zugänglich, finden wir zahlreiche Spiele in Vollversionen und Demos, die für jeden Geschmack etwas bieten.

Das Handy an einen Rechner anschließen

Beim Verbinden des Sony Ericsson W595 mit einem Computer gibt es mehrere Optionen der Verbindung. Bei einer Datenverbindung muss das Handy hier zum Teil neu gestartet werden und ist während der Datenverbindung nicht nutzbar. Verbindungen per Bluetooth lassen sich jedoch auch schnell und einfach einrichten, ohne das Handy dazu neu starten zu müssen. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist hierbei jedoch nicht sonderlich hoch.

Für Windows-PCs gibt es eine extra Synchronisationssoftware zum Download auf der Seite von Sony Ericsson. Linux- und Mac- Systeme werden von dieser jedoch nicht nativ unterstützt und benötigen Windows-Emulatoren oder ähnliche Lösungen, um diese Software verwenden zu können. An diesen Computern können nur „normale“ Datenverbindungen per Kabel und Bluetooth zum W595 aufgebaut werden.

Auf dem folgenden Bild sind alle Gegenstände abgebildet, die mit dem W595 geliefert werden:

Packungsinhalt des Sony Ericsson W595

Packungsinhalt des Sony Ericsson W595

Fazit

Sony Ericsson W595 frontal

Sony Ericsson W595 frontal

Die Kosten des Gerätes im Handel beginnen bei ca. 116,- Euro und reichen bis zu knapp 190,- Euro bei einzelnen Anbietern oder für die speziellen Designerversionen. Meist finden sich jedoch Preise um ca. 130,- Euro. Das W595 ist für diesen Preis ein schnelles und durchaus brauchbares Prepaidhandy, das auch in verschiedenen Tests gute Platzierungen belegen konnte. Die Fähigkeit zu UMTS und HSDPA machen es auch zu einer guten Lösung für Internet und TV unterwegs. Die Wahl des Prepaidangebotes, welches man damit nutzt ist natürlich jedem Nutzer frei gestellt, auf unserer Vergleichsseite können Sie sich zu den verschiedenen Prepaid-Tarifen ein Bild machen.

Auf den ersten Blick macht das Handy zwar wegen dem kleinen Display einen leicht veralteten Eindruck, aber durch den schnellen Internetzugang die einfache Bedienbarkeit und die überzeugenden Musikfähigkeiten kann das Gerät doch richtig Spaß machen. Es liegt darüber hinaus gut in der Hand, ist leicht und bietet alle wichtigen Steuerungsmöglichkeiten leicht erreichbar und einfach zu Bedienen an.

Hier sehen sie weiterhin eine Diashow unserer Bilder auf Flickr:

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